Tankstellenzapfhahnarretierung

Gibt’s an französischen Tankstellen nicht! Entweder hat der Zapfhahn keine Arretierung oder man hat sie extra abgebaut! So muß ich beim Tanken immer bis zum Ende den Griff drücken. Ob die französischen Tankstellenkunden die Rückstoßautomatik des arretierten Zapfhahnes nicht verstanden haben oder es massenweise Unfälle beim Tanken mit arretiertem Zapfhahn gab, weiß ich nicht.

Red light in my eyes pt. 2

Hier https://alexandercartier.wordpress.com/2013/11/19/french-angst/ habe ich ja schon mal etwas über rote Ampeln in Frankreich geschrieben.
Heute nun stehe in an einer roten Ampel, neben mir zwei Parkpolizisten, die warten. Ich überlege rüberzugehen. Passanten kommen uns bei Rot über die Straße entgegen. Ich bleibe stehen, da die Polizisten mich ermahnen könnten, wenn ich bei Rot ginge. Als die beiden Polizisten schließlich selbst bei Rot rübergehen, gehe ich auch.

Microsoft Office Professional Plus 2010 kostenlosen Test von 60 auf 180 Tage verlängern

  1. Office Professional Plus 2010 von Microsoft herunterladen: http://technet.microsoft.com/de-de/evalcenter/ee390818.aspx
  2. Bei der Installation “Automatische Onlineaktivierung meines Produkts versuchen” NICHT anticken und dies später im beim Start eines beliebigen Officeprogramms aufpoppenden Fenster auch nicht tun
  3. Nach Ablauf von 30 Tagen wird in der Fenstertitelzeile eines beliebigen Officeprogramms der Status von “[Microsoft Word] (Test)” zu “[Microsoft Word] (Nicht lizensierte Version)” umgeschaltet und einige Schaltflächen bleiben grau
  4. Dann Windowstaste+E (Windows Explorer) und dort zu c:\Programme\Common Files\Microsoft Shared\OfficeSoftwareProtectionPlatform gehen
  5. Rechter Mausklick auf OSPPREAM.exe, “Als Administrator ausführen”
  6. Officeprogramm neustarten, nun hat man erneute 30 Tage
  7. Das Rearm funktioniert maximal 5 mal = 180 Tage

Android 2.1 Eclair auf dem Huawei U8230

Ich wollte schon lange Zeit von meinem Android 1.5 Cupcake, mit dem ich das Handy bei Bouygues Telecom für € 39.- mit Zweijahresvertrag gekauft habe, auf Android 2.1 Eclair updaten. Auf der Herstellerseite http://www.huaweidevice.com/worldwide/downLoadDetail.do?method=view&centerFlag=software&productId=3058&oneSelected=3&twoSelected=37&thirdSelected=3058 findet man verschiedene Updates, die sich je nach Land und sogenannter Buildnummer unterscheiden. Ich hatte mein Handy mit Android 1.5 Cupcake Build 219 gekauft und schon einmal auf Build 250 geupdatet, was mir zwar ein besseres, schöneres (nicht mehr Bouygues-Telecom-designtes) und offeneres (es gab mehr Sprachen und mehr Korrekturhilfen) Android 1.5 bescherte, aber immer noch kein 1.6 oder 2.0 oder 2.1. Ich hab einfach ab und zu auf der Seite vorbeigeschaut und fand nun folgende Updates:
Build 214 Österreich
Build 219 Frankreich
Build 224 Dänemark
Build 249 Schweiz
Build 263 Litauen
Build 268 Portugal
Build 274 Oman

Die Buildnummer sagt leider nichts über die Android-Version aus! Die ersten vier waren für mich egal, weil ich ja schon Build 250 hatte. Litauen und Portugal waren von der Downloadgröße etwas größer, also tippte ich hier auf 1.6, Oman war noch mal größer, hier hoffte ich auf 2.0 oder 2.1. Der Updateweg ist immer derselbe: man entpackt den Download, kopiert dann das Verzeichnis “dload” auf die formatierte Speicherkarte des Handies und updatet über das Handymenü “SD-Karte und Speicher | Software-Aktualisierung”. Genau das machte ich auch mit dem Oman-Build.
Der Update blieb bei Schritt 2 von 2 “Installing” stehen und zeigte dann “Update failed” mit einem gelben Warndreieck darunter. Das war alles, das Telefon war im Eimer, und wenn man den Akku rausnahm und neustartete, startete das Handy mit einer Recoveryumgebung, in der man nur Neustarten oder den Factory Reset und Löschen der Speicherkarte zur Auswahl hatte.
Durch das readme.txt einer der entpackten Update-Files lernte ich, wie man ein Update von außerhalb des laufenden Telefons startet: man nimmt den Akku etwas länger als 1s raus, so daß das Telefon auch wirklich aus ist (wenn man’s kürzer macht, geht es gleich nach dem Wiedereinlegen des Akkus wieder an, quasi ein Reset), drückt dann “Lautstärke lauter” und “Auflegetaste” (ganz rechts) gleichzeitig und drückt dann auf den Ein-/Ausschalter. Hat man den “dload”-Ordner auf die Speicherkarte kopiert und diese eingelegt, versucht das Handy dann ohne laufendes Android das Update einzuspielen. Das funktioniert aber nur, wenn man ein Build mit größerer oder gleicher Nummer einspielt, bei kleineren Nummern (als 274 in meinem Fall) kommt das bekannte “Update failed”, allerdings sofort, noch bevor die Schritte 1 und 2 (“Unpacking” und “Installing”) beginnen können. Da das Oman-Update mit 274 bereits die höchste verfügbare Nummer hatte, war ich an dieser Stelle gegrounded, ich spielte wieder und wieder die 274 ein, aber immer wieder kam bei Schritt 2 von 2 “Update failed”. An dieser Stelle schrieb ich eine e-mail an eine der beiden Huawei-Werkstätten in Frankreich mit der Frage, ob sie vielleicht ein Build mit einer höheren Nummer hätten, nur um 3 Tage später eine total bürokratische Mail mit einer saudummen Antwort zu bekommen.
Also fing ich an zu googeln und stieß relativ bald auf Amon RA Recovery, ein Programm, mit dem man ein gecrashtes Handy wieder flott kriegen kann. Dieses Programm gibt es für jedes HTC-Handy einzeln, man muß also zum Beispiel auch erstmal herausfinden, daß mein U8230 die ungebrandete Version des U8220 ist, welches wiederum als T-Mobile Pulse bekannt ist. Amon RA gibt es in der neuesten Version 1.7.0, davor gab es 1.6.2, diese beiden Versionen gibt es für alle HTC-Handies, die letzte Version, die ich für das Pulse gefunden habe, ist 1.5.2. Weil ich ja nun keine Ahnung hatte, dachte ich, daß die Tatsache, daß Amon RA als Recovery IMAGE vorliegt, bedeutet, daß ich das Programm auf einem Windows-Computer nur per CD, die ich mir von dem Image brenne, installieren kann. Als aber das Mounten der Amon RA-*.img-Datei per Daemon Tools zweimal fehlgeschlagen war und auch das Brennen auf CD per Windows 7 nicht funktionierte, kam ich langsam darauf, daß dieses Image DIREKT auf das Handy gespielt werden muß und dort auf dem Handy eine Recovery-Umgebung installiert. Man kann es auch irgendwie per Speicherkarte (also wie die Updates) auf’s Handy übertragen, aber wie, das hab’ ich nicht herausgefunden. Was ich herausgefunden hab’, ist, daß es per Fastboot und USB-Kabel geht.
Was ist Fastboot? Fastboot ist ein Startmodus eines Android-Handies, der es erlaubt, Recovery-Images wie Amon RA per USB-Kabel auf das Handy zu übertragen. Wie kommt man in den Fastboot-Modus?

  1. Man drückt an seinem Handy die “Lautstärke leiser”- und die “Auflegen”-Taste (ganz rechts) gleichzeitig und schaltet dann das Handy mit dem Ein-/Ausschalter ein. Dabei wird man vielleicht nicht im ersten Versuch in den Fastboot-Modus kommen, man muß die Ein-/Austaste gefühlt etwas kürzer als 1s drücken, drückt man sie zu kurz, startet das Handy “normal” (in diesem Fall also mit Recoverybildschirm), drückt man sie zu lange, startet das Handy gar nicht, Bildschirm bleibt grau, nur die Hintergrundbeleuchtung geht an. Macht man alles richtig, startet das Handy mit einem blauen Bildschirm, auf dem man u.a. “Fastboot” lesen kann.
  2. Man verbindet seinen Computer per USB-Kabel mit dem Handy. In meinem Fall (deutsches Windows 7 Home Premium x64) zog sich der Gerätemanager direkt beim Anschließen den passenden Treiber (Android Fastboot-Treiber) von Windows Update. Für andere Betriebsysteme müßte es reichen, wenn man auf dem Computer die PC-Suite, die mit dem Handy mitgeliefert wurde, installiert, dann müßten die nötigen Treiber mitinstalliert werden. Falls man die PC-Suite-CD nicht mehr hat, kann man die PC Suite auch von Huawei unter o.g. Link herunterladen.
  3. Fastboot auf dem Computer aktivieren. Fastboot ist kein mit Windows mitgeliefertes Programm. Es ist ein Teil der Android-Entwicklerumgebung, des sogenannten SDK. Dieses kann man sich hier http://developer.android.com/sdk/index.html herunterladen.
  4. Muß man aber nicht. Es gibt Pakete, die sowohl das Amon-RA-Recovery-Image als auch das Programm Fastboot enthalten. Ein nachnamenloser Paul, der offensichtlich die für Androidhandies zentrale Seite Modaco betreibt, hat je nach Handymodell, Pakete geschnürt, die im aktuellsten Fall Fastboot und Amon RA 1.7.0, im Fall meines U8230/Pulse nur Fastboot und Amon RA 1.5.2, enthalten. Ein solches Paket gibt hier http://www.romraid.com/paul/pulse/1.5.2-pulse-amonrarecovery.zip. Man entpackt den Inhalt in ein beliebiges Verzeichnis, doppelklickt auf “install-recovery-windows” und kann auf dem blauen Fastbootbildschirm des Handies ablesen, daß das Recoveryimage “recovery” erfolgreich übertragen wurde.

Nun ist man fertig mit Fastboot, nimmt die Batterie raus und startet sein Handy neu. Tatsächlich kommt nun statt des bekannten Recoverybildschirms ein Recoverybildschirm mit erweiterten Funktionen, eben jenes angesprochene Amon RA Recovery 1.5.2. Hier gibt es unter “Flash zip from sdcard” die Möglichkeit, Updates ohne Beachtung der höheren Buildnummer einzuspielen. Zudem können diese direkt als *.zip-Dateien auf die Speicherkarte kopiert werden, das Entpacken und Herauskopieren des “dload”-Verzeichnisses entfällt hier. Ich kopierte also alle 7 möglichen Downloads auf die SD-Karte und probierte alle, von Build 214 bis Build 274, durch. Es klappte allerdings nie, denn jeweils fehlten laut englischer Amon-RA-Fehlermeldung Berechtigungen, die das Einspielen der Updates verhinderten. Ich tippte nach Internetrecherche zuerst auf eine falsch partitionierte SD-Karte, denn offensichtlich dürfen SD-Karten, mit denen man im Recoverymodus arbeitet, nicht nur eine FAT32-Partition enthalten, wie sie z.B. beim Formatieren mit Windows 7 erzeugt wird, sondern eine 512 MB große, “ext2” genannte FAT32-Zweitpartition und eine FAT32-Erstpartition, die den Rest zur vollen Kartengröße ergänzt. Mit “Erst-” und “Zweit-” meine ich die Lage der Partition auf der Karte. Das kann man mit Gparted machen, aber auch in Amon RA gibt es die Möglichkeit “Partition sdcard”. Ich kopierte alle Update-*.zips auf die neue Erstpartition, es half aber nichts, die Berechtigungsprobleme blieben und ich konnte keines der Updates einspielen.
Also glaubte ich, daß ich zum Einspielen eines sog. “Stock”-Updates (und um solche vorkonfigurierten, vom Hersteller unverändert zu übernehmenden Updates, im Gegensatz zu selbstgebauten “Custom”-Updates handelte es sich ja) Superuser-Berechtigungen brauchte. Wieder wurde ich bei Paul von Modaco fündig: http://www.romraid.com/paul/pulse/1.5-pulse-superboot.zip. Falls das Datum, das einem im Fastboot-Bildschirm (s.o.) auf dem Handy angezeigt wurde, vor Dezember 2009 liegt (SEHR unwahrscheinlich): http://www.romraid.com/paul/pulse/1.4-pulse-superboot.zip. Dieses Recoveryimage, das einem Superuser-Rechte bringen sollte, spielte ich nun auf die oben beschriebene Art per Fastboot auf das Handy. Zwar änderte sich danach nicht die Weigerung des Handies, eines der 7 heruntergeladenen *.zip-Updates einzuspielen, aber ich bemerkte, daß das Handy beim “normalen” Starten (also nur per Ein-/Ausschalter) den Startbildschirm von Oman Omantel, der von meinem mißglückten ersten Updateversuch noch übriggeblieben war, nicht mehr anzeigte, bevor es in die Recoveryumgebung wechselte! Somit war klar:

  1. Den Fastbootweg würde ich weiterhin nicht gehen können, weil die Berechtigungen weiterhin fehlten.
  2. Ich könnte also zurückgehen zum Einspielens eines Updates per “Lautstärke hoch”+”Auflegen”+”Ein/Aus”, aber ich mußte einen Build mit höherer Nummer als 274 finden.
  3. Den fand ich dann auch: T-Mobile Ungarn hat Android 2.1 für das Pulse/U8220, also die T-Mobile-gebrandete Schwester meines U8230, veröffentlicht: http://www.t-mobile.hu/static/szoftverek/t-mobile_pulse/T-Mobile_Pulse_2…. Das hab ich eingespielt, es funktionierte tadellos und blieb nicht mehr bei Schritt 2 stehen. Nun habe ich Android 2.1 Eclair auf meinem U8230!

Vorteile:
-mehr als 1000 Kontakte möglich
-Geotagging beim Fotographieren

Nachteile:
-häßliches T-Mobile-Design
-Icons für “Menü” und “Kontakte” vertauscht
-nur noch 40 MB interner Speicher
-keine französische Korrekturhilfe mehr
-Telefonjournal: Anruf von “unbekannter Nummer” einfach willkürlich einem Kontakt zugeordnet
-Telefonjournal: direkt nach dem Auflegen wird jeder Anruf mit 0:20 angezeigt, dann kann man im Journal die korrekte Zeit sehen, die sich dann auch noch mal ändert
-Untermenü “Anrufen” und “Kontakte”: Englisch trotz französischer Spracheinstellung

Wenn man das “CUSTOMIZED_HU”-Update auch noch einspielt, wird zumindest der Fehler, daß die Icons für “Kontakte” und “Menü” vertauscht sind, behoben, und es gibt mehr Symbole auf einem aufgeräumteren Desktop mit einer Uhr.

Unfall mit Polizei

Wenn man in Frankreich bei einem kleineren Unfall ohne Personenschaden gerne die Polizei da hätte (z.B. weil man mit einem Mietwagen unterwegs war und da muß man immer die Polizei holen) und man die Polizei anruft, kommt sie einfach nicht. Man hat mit Ihnen telefoniert, sie haben die Sache am Telefon aufgenommen, aber sie kommen nicht. Ist zu unwichtig.

I was I am I shall burn

Ich habe diese Rezension als Reminiszenz an meine Bewertungen von HSBs “Deaf to our prayers” (2006) (“Das neue Album der härtesten Band der Welt”) und “Iconoclast Part One: The Final Solution” (2008) (“Das nächste Album der härtesten Band der Welt”) ursprünglich ‘Das übernächste Album der härtesten Band der Welt’ genannt, inzwischen aber einen besseren Titel gefunden. Ich hatte eine wunderschöne Rezension der der “Bildersturm – Iconoclast Part Two: The Visual Resistance”-DVD beiliegenden Live-CD “Decade of Expression” (Slayer, ick hör Dir trapsen!), die Amazon ungespeichert verworfen und von der ich kein Backup hatte (wahrscheinlich “Das Live-Album der härtesten Band der Welt”), geschrieben, doch Live-Alben zählen in Diskographien sowieso nicht (siehe Ill Bill, “U.B.S. Unauthorized Biography of Slayer”, von der “Hour of Reprisal”, 2009). Wegen dieses totalen Datenverlustes (Amazon mochte die Kritik nicht und schmiß sie einfach weg) schreibe ich diese Rezension jetzt auch doppelt in meinen Blog blog.alexandercartier.fr.
Die “Invictus” habe ich, anders als ihre Vorgängerin “Iconoclast Part One: The Final Solution” noch nicht vor der Veröffentlichung gehabt, ich habe es gleich 0.00 Uhr am Veröffentlichungstag, dem 21.5.2010, hier bei Amazon versucht, aber weil ich nicht in Deutschland war, konnte ich das Album erst ab dem 24. Mai 2010 herunterladen. Danach hatte ich noch Trouble wegen meines nicht funktionierenden Accounts, und so dauerte es ungewöhnlich lange, bis ich das Album hatte. Inzwischen habe ich es auf Heavy Rotation ungefähr 20mal gehört und kann nun auch was dazu sagen.
Im Vorfeld der Veröffentlichung von “Invictus” habe ich mich häufig rückwärts durch den HSB-Back’katalog gehört und folgendes herausgefunden:
1. Weiter zurückgehen als “Whatever it may take ” von 2002 kann ich nicht. Die “Asunder” habe ich mir auch gekauft, erscheint mir aber bis auf “Cold” und “Asunder”, die ich schon vorher mochte, unhörbar.
2. Wenn man richtig böse wäre, würde man sagen, seit “Whatever it may take” (2002) seien HSB mit jeder neuen Platte schlechter geworden. Muß man aber nicht, man kann auch sagen, daß die “Whatever it may take” die größte Dichte an Hits hat, die “Antigone” (2004) im Nachhinein manchmal etwas poppig wirkt und es sowieso einen musikalischen Bruch zwischen “Antigone” und “Deaf to our prayers” gibt, der wahrscheinlich nur zufällig mit dem Ausscheiden von Patrick Schleitzer und dem Einchecken von Alexander Dietz zusammenfiel.
3. Auf den Splitalben mit Caliban haben HSB nicht etwa nur Studioabfall untergebracht, sondern richtig gute Lieder, “No one will shed a tear” von der “The Split Program, Vol. 2” z.B. oder auch “One More Lie” und “Suffocated in the exhaust of our machines” von der “The Split Program”.
4. Das Werk von HSB läßt sich inzwischen ganz gut in Vor-“Deaf to our prayers” und Nach-“Deaf to our prayers” einteilen. Vorher war es eingängiger, aber auch unorigineller und mehr Metalcore, danach war es härter, aber mehr eigener, unverwechselbarer Stil und mehr Melodic Death Metal.
5. “Iconoclast Part One” war nicht so gut, wie ich es hier besprochen hatte: es gab einfach zu viele Songs, und die meisten hatten 2-3 Minuten Krach und am Ende nach dem 2. Refrain noch eine schöne Melodie dranhängen. Und einfach zu viele Songs, die nur als Lückenfüller dienten. Ein Monsterhit (“Endzeit”), ansonsten noch “Forlorn Skies”, “A Dying Ember” und “Quest for Resistance”, aber zuviel “The Disease”, “Against all lies”, “The bombs of my saviours” , “Joel” und “Like a thousand suns”.
6. “Whatever it may take” ist ein Meisterwerk. Punkt. Größte Hitdichte. Nur einen Aussetzer (“Naked Among Wolves”). Astreine Produktion. Der Durchbruch für HSB.

Der initiale Schock ist nunmehr seit drei Alben derselbe: “Nanu, ich hatte mich gerade daran gewöhnt, aus dem Krach des Vorgängeralbums die Melodieperlen herauszupulen, und jetzt verstehe ich schon wieder nur Bahnhof?” Inzwischen weiß ich, daß man ein HSB-Album nur etwa 10mal hören muß, dann gefällt es einem auch. Spätestens dann haben sich nämlich die immer vorhandenen Melodien in die Gehirnrinde eingefressen.
Wenn “Iconoclast Part One” wirklich die Rückkehr zum Stil von “Whatever it may take” war (ich habe davon nichts bemerkt), dann ist “Invictus” ganz offensichtlich die Rückkehr zum Stil von “Deaf to our prayers”. Aber was für ein überraschendes Album! Etwa doppelt so lang wie gut, das heißt sechs guten Tracks am Anfang stehen vier überflüssige oder zumindest ambivalente Songs gegenüber, bevor am Ende noch mal ein Hammer kommt, aber es gibt elektronische Klänge, deutschen Text, mal wieder ein Klavier, ein Duett mit einer Frau, nur Cleangesang von Marcus ‘Molle’ Bischoff hat noch gefehlt, aber den Gefallen tun einem HSB nicht’
1. “Intro” 8/10 Punkten

Mal wieder ein schönes Instrumental von Ólafur Arnalds. Nicht so toll wie das Intro von “Iconoclast Part One”, das immer direkt vor “Endzeit” läuft, aber doch sehr schön. “Deaf to our prayers” hatte kein Intro, “Antigone” und “Iconoclast” schon.

2. “The Omen” ‘ “HOW CAN YOU ASK ME IF WE CAN SAVE THIS WORLD?” 8/10 Punkten

Erst dachte ich, oh man was für ein Krach! Aber die obenstehende Refrainfrage frißt sich doch recht dauerhaft in die Gehirnwindungen ein. Entspricht etwa “Trespassing the shores of your world” von der “Deaf to our prayers” (hier Titel 2, dort Titel 2).

3. “Combat” ‘ “YOU ARE AN ORPHAN NOW ADOPTED BY THE BEAST OF WAR” 9/10 Punkten

Elektronik von Heaven shall burn! Was sich auf der “Iconoclast” auf “Like a thousand suns” und “Murderers of all murderers” schon ankündigte (das habe ich allerdings nur gelesen, auf “Like a thousand suns” habe ich gar nix, auf “Murderers of all murderers” habe ich nur ganz wenig Elektronisches gehört), wird hier weitergetrieben: ein Techno-Club-Stampfer! Schon gleich am Anfang haut Matze hier nicht wie sonst die Doublebass, sondern einen ganz stumpfen Beat. Großartig, ein unvergeßlicher Hit ‘ hat ähnliches Potential wie “Behind a wall of silence (!)” (“Whatever it may take, tr. 2), “The weapon they fear” (“Antigone”, tr. 2), “Counterweight”, (“Deaf to our prayers”, tr. 1) und natürlich “Endzeit” (“Iconoclast Part One”, tr. 2). Ich vermute mal, das wird bei Live-Konzerten zukünftig entweder als Opener (“Endzeit”) oder als Zugabe (“Behind a wall of silence”, “The weapon they fear” ‘ as witnessed auf der “Decade of Expression”) gespielt werden. Inhaltlich geht’s um Kindersoldaten in Afrika à la Joseph Konys ugandischer Lord’s Resistance Army in “Lost Children”.

4. “I was I am I shall be” – “AND TO YOU YOU MASTERS OF AFFLICTION WE SPEAK OUR WORDS OF TRUTHFULNESS” 8/10 Punkten

So ein bißchen ein bißchen ein Überleitungstitel zum thematisch ähnlich gelagerten Übertrack “Buried in forgotten grounds”. Hat ähnliche Qualität wie “Iconoclast”s 4. Titel “Murderers of all murderers”. Am Anfang viel Krach, um dann mit dem “We know this storm will rage again” noch etwas ruhiger zu werden. “Storm” und “Rage” sind übrigens Signalwörter für die doch thematisch häufig ähnlich gelagerten Texte dieser Platte. Klar denkt man sofort an die Überzeile “A storm will break the silence (!)” aus “Endzeit” von der “Iconoclast”. Auch auf ‘Silence’ muß man beim Oeuvre von HSB gut aufpassen’Auf “Rage” werde ich später noch etwas eingehen. Für meinen Geschmack hätte Maik Weichert von HSB beim Schreiben der Texte ruhig etwas konkreter werden können, meistens handelt es sich um ganz allgemeine Globalisierungs-/Finanzkrisenkritik. Ich bin ja immer dankbar, wenn er konkreter wird wie in “Sevastopol” (Krimkrieg) oder “Combat” (Kindersoldaten, s.o.) oder eben früher “Of no avail” (Weberaufstand), “Armia” (Warschauer Aufstand) von der “Deaf to our prayers” oder die ganze “Whatever it may take” (Weiße Rose).

5. “Buried in forgotten grounds” ‘ “SILENCE AND SCREAMS ARE THE END OF MY SONG” ‘ 9/10 Punkten

“I know that they will bleed in hell” ‘ mit dieser erfrischenden Gewissheit geht es textlich schon mal sehr gut los. “Silence (!) and screams are the end of my song” ist ein Zitat von Victor Jara, einem chilenischen Sänger, der “Waffe, die sie (die Putschisten um Pinochet) fürchten’, mehr als Gewehre und Kanonen, ermordet von Pinochets Handlangern und neben seinem Zitat als “Son of Chile” im Abspann zum Video zu HSBs “The weapon they fear” vom 2004er “Antigone” gewürdigt. Hier wird es 6 Jahre später erstmalig als Textzeile in einem HSB-Song verwendet. Ich verstehe an dieser Stelle übrigens immer deutlich “…our song” statt “…my song”, aber so (wie das Originalzitat) steht der Text auch im Internet. Auch ‘Storm’ und ‘Rage’ grüßen wieder aus dem vorhergehenden Track: ‘As storm of rage to carry our names’. “Buried in forgotten grounds” erinnert mich vom Titel her natürlich sehr an “Forlorn skies”, dem tr. 5 von der “Iconoclast” und einem der besseren tracks jenes Albums. Inhaltlich geht es um die “Verschwundenen” einer (hier beliebigen, aber in der Realität chilenischen/argentinischen/urugayischen/serbischen) Militärdiktatur. Interessant der Racheaspekt ‘ “We’ll make you bleed for this” -, mit dem die Toten aus dem Grab drohen, textlich wird hier die Passivität der Opfer (“Nothing will be buried in oblivion – remember our lifes”) verlassen und es geht in Richtung des von mir sehr gemochten Max-Cavalera (Sepultura/Soulfly/Cavalera Conspiracy)-Zitates “Murderers, we know who you are’every day you walk in freedom is one day closer to justice.”, mit dem er (Cavalera) die Mörder des brasilianischen Umweltaktivisten Chico Mendes auf Soulflys erstem, selbstbetiteltem Album nicht nur anklagt, sondern aktiv bedroht. Sehr aufwühlend und schön der Schluß “But the heartbeats of our loved ones will be the drums to break your sleep”, der mit Klavierspiel à la “A dying ember” von der “Iconoclast”, “Armia” von der “Deaf to our prayers” oder “Numbing the pain” von der “Antigone” unterlegt ist und durch den man noch einmal sehr gut den Eindruck vermittelt bekommt, die Geister der unschuldig Getöteten würden sich aus dem Grab erheben, um ihre Mörder zu verfolgen. Am Ende des Tages ist ein track 5 von einer HSB-Platte sowieso eine sichere Bank (‘The Martyr’s Blood’ über Salvador Allende ‘ ‘Voice of the voiceless’, mein absoluter HSB-Lieblingssong’ ‘The final march’ ‘ ‘Forlorn skies’).

6. ‘Sevastopol’ ‘ ‘THEY WILL NOT TAKE THIS PLACE WILL NOT DEFILE THIS GROUND’ 10/10 Punkten

Herz des Albums, dieser Track. Sowas (‘Armia’ von der ‘Deaf to our prayers’) wird ***nie*** auf Konzerten gespielt, einfach zu langsam, das ändert aber nix an der unbestreitbaren Qualität dieser Titel. Musikalisch und textlich der Schwestertitel zu ‘Armia’ von der ‘Deaf to our prayers’, quasi ‘Armia II’. Dort (Text u.a. ‘A home behind the enemy lines’) ging es um den heldenhaften, 56tägigen Kampf der polnischen Exil- und Untergrund-Armia Krajowa 1944 im von den Nazis besetzten Warschau, besser bekannt als Warschauer Aufstand. Hier geht es um eine Episode aus dem Krimkrieg (1853-1856), auch zehnter (!) russisch-türkischer Krieg genannt. Erst dachte ich, es geht um den Sewastopoler Matrosenaufstand, der zur niedergeschlagenen russischen Revolution 1905 führte (‘Panzerkreuzer Potemkin’), aber nee. Sewastopol auf der Krim war seit jeher und ist noch heute der Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte. 1854/1855 belagerten die Alliierten England, Frankreich und Italien mit großer personeller Überzahl die Feste Sewastopol, bis sie nach verheerendem Artilleriebeschuß (‘As clouds of dust contaminate the dark blue skies’) nach fast einem Jahr die eingeschlossenen, zahlenmäßig weit unterlegenen Verteidiger überwältigen konnten. Die Anzahl der russischen Überlebenden dürfte sich in engen Grenzen gehalten haben. Quasi ein russisches Alamo oder Schlacht an den Thermopylen, wobei ich die Heroisierung der zaristischen Soldaten durch Maiks Text (genau wie die sonstige der Verteidiger von Fort Alamo) als etwas problematisch ansehe, problematischer zumindest als die der Soldaten der Armia Krajowa oder der spartanischen Kämpfer (‘300’). Insofern ist auch das oben zitierte ‘Sie werden diesen Ort nicht nehmen, diese Erde nicht entweihen’ etwas zur Übertreibung neigend, eine Marinebasis ist kein Tempel und Fort Malakow/Sewastopol nicht Massada. Der Song fängt schon gut mit ‘Here we are waiting for the storm (!)’ an, um sich zu ‘Now in the darkness we see the fires rage (!)’ zu steigern und dann ‘Armia’ (‘Rugged figures but brothers and sisters we are’) mit ‘Within these walls we’re loyal brothers ‘ comrades till death’ und ‘Inside this fortress we’re faithful sisters ‘ comrades till death’ eine eindeutige Referenz zu erweisen. ***Ich*** hab’ mir ja ein ‘Armia’-T-Shirt mit dem Refrain hinten drauf gekauft, und das würde ich für ‘Sevastopol’ jederzeit wieder tun.

7. ‘The lie you bleed for’ ‘ ‘WHEN WILL YOU EVER SEE NO ONE WILL SET YOU FREE’ 8/10 Punkten

Ich fand diesen Song durch den Rhythmuswechsel zwischen der ruhigen, elektronischen (!) Strophe und dem geschrieenen Refrain erschreckend und viel lauter, als wenn er durchgängig laut gewesen wäre. Diese alte Crossover-/Grungewaffe der Abwechslung kommt hier (und später bei ‘Given in death’) recht wirkungsvoll zum Einsatz und fetzt einem die Ohren weg. Außerdem gibt’s, wie oben angekündigt, deutschen Text (ich denke, das erste Mal bei HSB, seitdem sie ‘Straßenkampf’ von den Skeptikern als Zugabe zur ‘Antigone’ 2004 gecovert haben): ‘Und damit Du es verstehst/Du folgst den falschen Führern/Der Kampf ist nie vorbei/Du bist nicht frei.’ Das Gekreische klingt auf Deutsch deutlich uncooler als genau derselbe Text auf Englisch ‘ ich hatte mich ja an dieser Stelle (Amazon) ausführlich über Callejon lustig gemacht und finde weiterhin, das Melodic Death Metal auf Deutsch seltsam klingt. Aber mal ein interessantes Experiment!

8. ‘Return to sanity’ ‘ 7/10 Punkten

Der erste in einer Reihe von vier überflüssigen oder zumindest ambivalenten Titeln. Der hier ist m.E. nicht so störend wie ‘Biogenesis’ von der ‘Deaf to our prayers’, aber etwa so ambivalent wie ‘Stay the course’ von der ‘Deaf to our prayers’ und ‘The Disease’ von der ‘Iconoclast’ (jeweils 7/10 Punkten, ‘Biogenesis’ 6/10 Punkten). Ich erlaube mir mal aus der Erklärung zum Text zu zitieren: “The battle of Hürtgen Forest in Germany was one of the most fierce battles in WWII. Ernest Hemingway was involved as a war correspondent for the US Army. This battle changed his opinion about the war radically.
German Lieutenant Friedrich Lengfeld was killed as he tried to save the life of a wounded American soldier crying for help.” Hmm, hier ist gut nicht dasselbe wie gut gemeint. Das Anliegen berechtigt, der Begleittext überzeugend, aber für mich bleibt der Beigeschmack eines erklärten Witzes oder eines Filmdialoges, der alles erklären muß, weil das Bild es nicht kann: das Ganze zündet irgendwie nicht. Ein Niveau mit ‘The bombs of my saviours’ von der ‘Iconoclast’, kann man beim Hören m.E. auch weglassen. Außerdem hat er eine Stelle, die “Buried in forgotten grounds” sehr ähnlich ist, fast glaubt man, gleich müsse wieder das “Silence and screams are the end of my song” kommen.

9. ‘Against bridge burners’ ‘ ‘MECHANISMS OF STAGNATION AS AGITATORS RULE THE LAND.’ – 7/10 Punkten

Na, siehe oben ‘Return to sanity’. “Dedicated to the life and work of Lev Kopelev.” War das nicht der russische Schriftsteller, der immer bei Heinrich Böll wohnte, wenn er mal aus Rußland rausdurfte? Mir fällt, wenn ich dieses ‘Mechanisms of stagnation’ höre, immer ‘Mechanisms of standstill’ von Neaeras zweitem Album ‘Let the tempest come’ (auch von HSBs Alexander Dietz produziert)ein’das ist aber auch schon alles, was ich Gutes (oder Schlechtes) über diesen Song sagen kann. Vielleicht sollte ich die mir zur Verfügung stehenden, aber von mir nicht mit sinnvollem Inhalt zu füllenden Zeilen an dieser Stelle dazu benutzen, zu sagen, daß ich zwar in einer Besprechung von ‘Invictus’ gelesen, daß HSB nun auch Black-Metal-Einflüsse einflechten würden, aber davon nichts gehört habe. Ich habe zwar keine Ahnung von Black Metal (nur einmal ein paar Dimmu-Borgir-Alben gehört), aber für mich klingt das, bis auf die oben angesprochenen Experimente, alles wie ausschließlicher Melodic Death Metal à la Heaven shall burn.

10. ‘Of forsaken poets’ ‘ ‘NOW HERE I AM WHERE NO ONE CALLS MY NAME’ – 8/10 Punkten

Album ahoi, leichter Aufwärtstrend erkennbar! Der hier geht raus an Max Herrmann-Neiße, deutscher Erfolgsschriftsteller der frühen 30er Jahre, der, von den Nazis ins Londoner Exil getrieben, dort sprachlich nie richtig Anschluß fand, aber trotzdem weiterhin produzierte, nach dem Krieg zu Unrecht total vergessen und seit den 80er Jahren (offenbar auch von Maik Weichert von HSB) wiederentdeckt wurde. Interessanterweise ist die von einem Amazon-User verstört kommentierte Stelle, an der zweistimmig u.a. ‘Ein deutscher Dichter bin ich einst gewesen’ (M. Herrmann-Neiße) zitiert wird und in der Kreischstimme der Eindruck einer Hitlerrede entsteht, der beste Teil des Songs! Am Ende funktioniert der Song noch mal wie ein Großteil der Songs auf ‘Iconoclast’: erst gibt’s voll auf die Birne und nach dem zweiten Refrain kommt noch eine Melodie, hier die mit ‘Now here I am’where no one calls my name.’ Das reicht für ordentliche Songs, aber großartiger Song geht schon noch anders.

11. ‘Nowhere’ – ‘HEAVEN KICKED YOU OUT’ ‘ 7/10 Punkten

Liebevolles Cover von Therapy?s gleichnamigen Song, à la dem Edge of Sanity-Cover ‘Black Tears’ vom Vorgängeralbum ‘Iconoclast Part One’. Hier muß ich sagen, daß ich früher, mal zu ‘Troublegum’-Zeiten, großer Therapy?-Fan war und es bis zu ‘Semi-Detached’ blieb, und den völlig kranken Serienkiller-Song ‘Diane’ immer noch für ein riesiges Stück Musik halte. Der ‘Therapy?’-Stern geriet dann auch aufgrund von Andys Alkoholabhängigkeit (dachte gar nicht, daß Iren alkoholabhängig werden können, und mit diesem Bandnamen braucht man für den Spott natürlich nicht zu sorgen) ein wenig ins Sinken, Labelrauschmiß etc. pp. taten ihr übriges. Vor all dem habe ich Therapy? mal live gesehen (mit Skunk Anansie, damals noch total unbekannt, im Vorprogramm), und es war das lauteste Konzert aller Zeiten! Trotzdem war es toll, Andy hatte Geburtstag, und das ganze Huxley’s feierte ihn’Trotz der Tatsache, daß der Song von Therapy? ist, ist er als Basismaterial für ein Cover nicht so gut wie ‘Black Tears’, also ist das Ergebnis auch nicht so geil wie ‘Black Tears’ (9/10 Punkten).

12. ‘Given in death’ ‘ ‘AS ALL MY SORROWS DROWN JUST LET ME GO JUST LET ME BE’ – 9/10 Punkten

Wie oben angekündigt, ein Duett von Molle mit einer Frau, hier Sabine Weniger von ‘Deadlock’, auf deren vorletzter Record Release-Party im Leipziger Coney Island ich ein großartiges Konzert von HSB erlebt habe! Hier ist Weniger mehr, haha, 25 Euro in die Kalauerkasse. Kommt vom Text total lebensmüde rüber und funktioniert grundsätzlich nach dem oben beschriebenen Crossover-/Grunge-Rezept, hier um die Evanescence-Variante erweitert. Klar ist das ausgenudelt, aber was soll’s, es funktioniert sehr gut und ich bin ja auch Fan von Suicidal (!) Tendencies und Evanescence war die Musik, die wir uns zur Hochzeit ausgesucht haben! Und wenn ich hier gerade versuche, den Text dieses Songs (wie den aller anderen) im Internet zu finden und der auf einmal nur für Mitglieder zugänglich ist, zeigt das m.E., wie beliebt Text und Song im Netz sind! Ganz klar, in der schon häufig angesprochenen Fortsetzung von ‘Deaf to our prayers’ unter dem Arbeitstitel ‘Invictus’, die hiesige Entsprechung zum ‘Boygrouptune’ (A. Cartier) ‘The greatest gift of god’ vom dortigen Album!

13. ‘Outro’ ‘ 8/10 Punkten

Ólafur Arnalds, what can I say.

Englischkenntnisse

Ich habe zwei Basketballkumpel, der eine hat acht Jahre Deutsch in der Schule gehabt, der andere neun. Beide können laut eigener Aussage kein Wort Deutsch, der mit den acht Jahren begrüßte mich neulich zum Abendtraining mit einem fröhlichen “Gute Nacht!” – von wegen kein Deutsch!:) Er (der mit den acht Jahren) hat auch erzählt, daß er sich während eines einmonatigen Aufenthalts in Deutschland deutlich verbessert habe – in Englisch. Alle Deutschen sprächen so gut Englisch, daß man gar nicht Deutsch lernen müßte, um in Deutschland klarzukommen.

Toastbrottütenverschluß

Der Toastbrottütenverschluß ist hier nicht so ein kleines biegsames flaches Bändchen, in dem zwei kurze Drähte durch Plaste oder Pappe verbunden sind, sondern ein Plasteviereck, in das an der oberen Kante ein Schlitz geritzt ist, der sich dann im Inneren des Vierecks zu einem Herzen erweitert (zusammen mit dem Schlitz sieht es aus wie ein Pik)! Geht gar nicht, die Wiederverschließbarkeit der Toastbrottüte leidet ***ein wenig*** unter der Tatsache, daß ich jedesmal ca. 15 min brauche, um sie zuzumachen:)

Tattoos

Tragen “normale” Leute wie wir hier nicht. Die große Tattoowelle der Neunziger, als jeder in Prenzlauer Berg, der nicht bei Drei auf den Bäumen war, eins gestochen bekam, ist an Lyon-Gerland spurlos vorübergegangen. Ein Tattoo hat hier etwa die Wirkung eines Halstattoos bei uns: mein Schwager und ich können uns im Freibad noch so richtig als Aussätzige fühlen, ein Feeling, das einem in Deutschland längst verloren gegangen ist:)

Der Wangenkuß

Man muss die Regeln definitiv lernen, nicht nur wie viele Küsse (je nach regionaler Herkunft des Gegenübers 2 oder 3), sondern auch wem.

Beispiel 1:
Ich spiele mich beim Basketball gerade ein, da kommt eine Mannschaftskameradin, die mir zwar nicht völlig fremd ist, aber weil ich neu bin, hab’ ich sie vielleicht einmal bisher gesehen. Ich gebe ihr also die Hand. Falsch.
Merke: Basketballmitspielerinnen (inzwischen auch Kindertrainerinnen) werden IMMER geküsst, egal wie entfernt man sie kennt. Durch das Küssen kommt man sich ja auch näher…